Meine Geschichte  

KAUFSUCHT“,was ist das?

Meine Geschichte über die Kaufsucht und mein Weg durch die Hölle!
Die Gruppe für Kaufsüchtige wurde im November 2002 von mir gegründet.
Der Anfang war nicht leicht, weil sich kaum Männer und Frauen dazu bekennen.  
Angefangen hat die Gruppe, weil in der „NEUEN PRESSE“ Hannover, ein Artikel über mich von Frau Annette Rose
 veröffentlicht wurde. (Oktober 2002). Sie hat aus meiner Geschichte, die sich über 20 Jahre fast nur aus Kauf-Sucht bestand, (mehr dazu später), einen Bericht verfaßt und veröffentlicht. Es war ein erstes öffentliches Eingestehen. Ich bin Ihr heute noch sehr dankbar.
Daraufhin kam die Kibis auf mich zu. Ohne das Interesse von Kibis, damals Frau Moltan, wäre ich nicht so weit gewesen, eine Selbsthilfegruppe zu gründen, viel zu hoch war mein Schamgefühl. Bis dahin, wusste ich auch keinen Weg für mich, etwas an meiner Sucht zu verändern. Denn bis dahin hatte ich mit keinen anderen Betroffenen gesprochen, ich dachte, ich wäre bis dahin die Einzige, die davon betroffen ist.

Mein Schweigen hatte nach ca. 20 Jahren endlich ein Ende!!!

KAUFSUCHT, wie ich sie Euch aus meiner Sicht beschreiben kann.
Kaufsüchtige bekommen ihre Sucht nicht von ungefähr. Es ist die Sehnsucht nach Liebe, Anerkennung und Respekt die in der Kindheit und Jugend oft gefehlt haben, oft hat man den Ansprüchen der Eltern nicht entsprochen und hörte Sätze wie,

„Das kannst Du, ja doch nicht oder „Das schaffst Du, sowieso nicht“.

Kaufsüchtige sind sensible Menschen die oft zu sehr Lieben und auf Grund Allein sein, Trennung, Krankheit oder Tod eines geliebten Menschen, sich in diese Sucht begeben. Die Sucht kommt schleichend, immer mehr. Es lässt einen nicht mehr zur Ruhe kommen. Der Kampf um Liebe und Anerkennung modelt sich langsam in Kaufen um. Man sieht nicht mehr die Liebe und Nähe in den Menschen, sondern in Kleidung und Gegenständen aller Art, weil man meint, sie zu brauchen und zu besitzen.
Die Nähe, Zuneigung und Anerkennung holt man sich in den Geschäften von den Verkäufern. Die Aufmerksamkeit und Zuwendung dieser Personen gibt einem alles.

In diesem Moment ist man „WER“.

Man verkauft sich sozusagen Selbst und begibt sich in einen Abgrund, den man als Hölle bezeichnen kann. Irgendwann, steckt man die ganze Liebe die man besitzt in das Kaufen, das was man eigentlich im innersten hasst, denn es nimmt einen ganz und gar ein. Alles andere, steht im Hintergrund. Die Kaufsucht ist eine Sucht, die man vor anderen versteckt, bis es nicht mehr geht.
Gesundheitlich, der Körper wehrt sich mit Schmerzen und Depressionen.  Psychisch, wegen der Gedanken um die entstandenen Schulden und Existenzängste. Der Druck wird so Groß, dass man sich irgendwann Geld besorgt, egal von Wem. Man zieht alle mit rein, Kinder, Eltern, Geschwister, Freunde und Bekannte. Aus der Not macht man vor niemanden mehr halt. Die Übersicht geht verloren.
Darüber sprechen kann man schon gar nicht, weil man sich dann in seiner Sucht des Kaufens ertappt fühlt. Nach und nach geht so vieles kaputt, die Familie, der Freundeskreis vor allem man Selbst, aber man hat die Einsicht nicht mehr. Alles empfindet man nur noch als ungerecht und das Reden der Anderen als Vorhaltung.

Das Kaufen ist an 1. Stelle, es überwiegt alles.

Die Gedanken des Kaufens hat man täglich stündlich, Tag und Nacht. Es treibt einen fast zum Wahnsinn. Man wird depressiv. Das „Ich“ ist zweigeteilt. Der Engel sagt Nein, der Teufel in einem sagt Ja. Irgendwie wird man eine gespaltene Persönlichkeit. Die Freude des Kaufens ist ja nur einen Moment und zwar der Moment, wo man das Teil oder die Teile fixiert hat und bekommt. Dieser Moment ist so stark, das man das Gefühl hat, es zerreißt einen in sämtliche Teile. Es ist wie eine innere Explosion.
Das Herz schlägt bis zum Kopf, man kommt ins Schwitzen, der Körper schmerzt, es ist alles wie benebelt, wie in Trance. Ein Wechselspiel der Gefühle. Der Verstand setzt förmlich aus. Man hat keinen Verbündeten mehr, außer die Verkäufer. Dann die Angst es bekommt jemand mit, man wird vielleicht beobachtet, ein anderer kann in einem die Gedanken lesen. Die Angst vor der Angst. Die Schweißperlen rollen, das Ertappt werden, wieder zu viel zu kaufen.
Wenn man dann die Ersehnten und eigentlich nicht gewollten Sachen hat,  geht es wieder los.Das Schlechte Gewissen kommt. Wie bekomme ich es ungesehen in die Wohnung, wo verstecke ich es,vor allem wohin, das es ja niemand findet.
Dann der Trost, die Rechnung kommt ja erst nach 1–2 Wochen, das das Versteck, hinter dem Schrank, hinter dem Sofa usw. niemand entdecken wird. Wie denn auch, es sieht mich ja keiner, es weiß ja auch niemand. Die Rechnungen,Mahn- und Vollstreckungsbescheide werden versteckt. Ungeöffnet ignoriert, als ob es sie nicht gibt. Man will die Wahrheit nicht sehen und nicht hören. Der Gerichtsvollzieher gehört irgendwann zum Leben. Die Angst und das Schamgefühl das es Nachbarn, Eltern, Kinder, Freunde, Bekannte und Fremde mitbekommen ist oft unerträglich.

Die Gedanken sind im Kopf ohne Ruhe zu geben, man ist nicht mehr seiner Selbst.Wenn  dann alles versteckt ist, ist man von der Kaufattacke kaputt, ausgelaugt und völlig fertig. Das Schlimmste ist, das man es wieder nicht erzählen kann. Die Nacht ist kurz und morgen geht die Sucht wieder von vorne los, denn die Gedanken lassen einen nicht mehr richtig in den Schlaf kommen.
 
Leider ist das Kaufen heute Thema Nr. 1.

Von der Kaufsucht will
in der heutigen Konsumwelt niemand etwas hören oder sehen, denn was Haben ist ein Status geworden. Nur wer was hat zählt, egal wie und woher. Der Wert des Menschen steht im Hintergrund.
In der jetzigen Zeit ist es leichter einen Menschen wegen einer Sucht  zu verurteilen, als ihm zuzuhören oder ihm zu helfen. Kauf dir etwas Schönes, tu Dir etwas Gutes, aber behalte deine Probleme für Dich!!!
Das was ich hier geschrieben habe, habe ich in der Zeit als Kaufsüchtige erlebt, die Gefühle, die dabei empfunden habe, werde ich niemals vergessen, es sind seelische Narben.
Meine ganze Geschichte möchte ich Euch später erzählen
.

Es lag mir erst einmal am Herzen, vielen die, die  Sucht des Kaufens erleben oder erlebt haben, Mut zu geben, das es einen Weg gibt. Mir, hat meine  Gruppe sehr geholfen. Das nicht Alleinsein mit dieser Sucht, nicht die Einzige zu sein. Das hat mir bis dahin sehr gefehlt. Mit Hilfe der Gruppe komme ich nach und nach aus dieser verdammten Sucht heraus. Ich bin heute so froh, endlich über meine Gefühle sprechen zu können.Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr Euch mit mir in Verbindung setzen.


KAUFSUCHT

Hat nichts mit Missgunst, Neid, Angeberei und Eifersucht zu tun. Diese Sucht ist ein Hilfeschrei nach Liebe, Anerkennung, Lob, Ruhe, Frieden und innerer Ausgeglichenheit. Kaufsüchtige sind sehr bemüht das eigene Umfeld zu schützen. Das zeigt das viele Kaufen und Beschenken der Familie und der besten Freunde. Es soll zeigen, dass wir nicht verlassen werden wollen und wir wollen auch  damit unsere Liebe für den anderen ausdrücken. Sozusagen glaubt derjenige eine  HEILE   WELT    darstellen zu können.

Klappt ja auch erst, aber dann wird es immer
m e h r  und immer  t e u  r e r.

Selbst  hat man immer mehr das Gefühl Wertloser zu sein. Dadurch steigt bei vielen Kaufsüchtigen auch der Wert Käufe, der Geschenke für Kinder und allen anderen die man liebt.
Je mehr das Gefühl der Selbstlosigkeit kommt, umso größer werden die Schulden und Verbindlichkeiten. Die Grenze ist erreicht, Ängste, Depressionen und Schulden lassen einen immer tiefer sinken. Die    SUCHT   steigert sich ins Unermessliche. Es wird verdrängt. Kaufsüchtige sind gute VERDRÄNGUNGSKÜNSTLER.
Der Teufelskreis ist da.
Die Tränen vor den anderen versiegen, aber genau an die denkt man unaufhörlich. Wer von denen liebt mich, schätzt mich. Jedes Wort von denen wird auf die Goldwaage gelegt. Oft sieht man die Worte  nur noch als Angriff, dadurch kauft und schenkt man dann wieder mehr.
 
Nach Außen hin   PERFEKT,     INNERLICH  kaputt,   KÖRPERLICH   kaputt.


 

VIELE  bekommen körperliche Schäden: Herzinfarkte, Herzprobleme, Bandscheibenvorfalle in HWS oder LWS,  Rückenprobleme, Esssucht, Magersucht, Magengeschwüre, Darmprobleme. Natürlich nicht zu vergessen und sehr vordergründig, Ängste, Depressionen, Panik, Vereinsamung, Suizidgedanken und aus Verzweiflung oft sogar die Umsetzung.

 Essanfälle und Schlafstörungen. Der Körper wehrt sich. Der Körper wird langsam geistig durch die Sucht zerstückelt und vergiftet. Es ist halt nur die äußere Fassade die noch optisch, nach Außen, stimmt.

Das Schlimmste ist, man weiß es, aber man kann es ab einem bestimmten Punkt nicht mehr selbst stoppen. Nun fängt das Umfeld an    D I C H   nicht mehr zu verstehen, die Ausmaße nicht mehr zu begreifen. Keiner versteht mehr was da passiert.  

 

Man  SELBST  als   BETROFFENER  auch nicht mehr.

 

Die Probleme bauen sich jetzt offensichtlich auf. Langsam kommen immer mehr. Rechnungen, Mahnungen, Mahnbescheide, Vollstreckungen, Gerichtsvollzieher, Pfändungen bei dem Arbeitgeber. Das Problem ist für Außenstehende nicht mehr zu übersehen. Kredit wird aufgenommen, soweit es noch geht.

 

Geld wird sich von der Familie, von Freunden geliehen, soweit es noch geht.

 

Es spricht sich rum.  K E I N E R;  spricht es aus!! Jeder befindet sich in Kampfstellung.

FÜR den    SÜCHTIGEN    heißt es      LIEBESENTZUG, NICHTVERSTEN   und    ABLEHNUNG.   

Genau das GEGENTEIL,  was das   KAUFEN  eigentlich bewirken sollte. Die Schulden sind jetzt so gestiegen, dann noch das Doppelte an Mahn- und Verzugszinsen.  

Die Schulden steigen täglich mehr.

 

ABER, die SUCHT, die ist  noch da!!!!!!

 

Rechnungen werden geschoben, hin und her. Man traut sich jetzt gar nicht mehr über das Problem zu reden. Man zieht sich zurück, bloß nicht angesprochen werden. Die ersten Anzeigen kommen. Betrug, oder Eigentumsdelikt wird es genannt.  

Das finanzielle  CHAOS  ist da.  

Das Gericht hört Betrug aber nicht SUCHT.

           

Zweiter Teil: Mit der Erkenntnis, meiner eigenen Kaufsucht, 

Hilfe, ich kann nicht mehr!!!  

Die  SUCHT  ist aber nicht weg, sie ist nach wie vor da. Man kauft weiter. DER Verstand sagt  NEIN   Die Sucht sagt   JA.   Engel und Teufel. Meistens gewinnt der Teufel.

 

Deshalb   TEUFELSKREIS.

 

Die erste Verurteilung. Das Versprechen aufzuhören, man gibt es sofort, es ist auch ehrlich gemeint. Das Versprechen an sich   SELBST  aufzuhören, ist jeden Abend der Begleiter. Morgen, morgen hör ich auf,……. aber es geht nicht mehr alleine, ohne Hilfe. 

Oft wird man dann auch noch als unnormalisch hingestellt…………KRANKHEIT???  SUCHT????       
 

Hilflosigkeit bei allen Betroffenen.

Oft   VERURTEILUNG    weshalb?   BETRUG!  Und dann? Hmm, Was ist nach der   STRAFE?????? Hmmm, weiß nicht.   
 

Danach müssen sie clean sein!!!!

Geht die    KAUFSUCHT      weg vom eingesperrt sein???  Hmmm

Jeder weiß einen Kommentar   dazu, aber
                     den       WEG,    den   WEG  daraus,    

DEN      kann bis HEUTE,  KEINER, nein  NIEMAND   nennen!!!!!!!

 

HI L F E, das tiefgründige Erleben in der Kaufsucht

Angst vor der Angst – Angst vor der Aufdeckung. Die zwei Gesichter der Betroffenen: Vor dem Outing sind wir starke und taffe Frauen und Männer, hilfsbereit, großzügig, sensibel für alle immer da. All denen, die wir Lieben, soll es gut gehen. Dies dreht sich innerhalb von wenigen Minuten, dann, ab dem   MOMENT   wenn es mit der Kaufsucht bekannt wird.  

 

Kaufsucht

= Belohnungssucht

 

Kaufsucht

= Suche nach Liebe Anerkennung

 

Kaufsucht

= Internet, Kataloge, Boutiquen, Kaufhäuser

 

Kaufsucht

= Geldsorgen, Schulden, Gläubiger, Pfändungen, Gerichtsvollzieher, Gericht

 

Kaufsucht

= Angst zu verlieren, was man liebt, Angst um den Arbeitsplatz,Versagungsängste, Angst vor der Entwertung, Angst die Position im Leben zuverlieren.

   

VerlustängsteKaufsucht = eigenen Lügenkreislauf aufbauen,    Verleugnen, Verstecken, Horten, Verdrängen.

es betrifft alle Gesellschaftsschichten, 


Kaufsucht = Traumatische Ereignisse im Leben, in der Kindheit oder

auch im erwachsenen Alter, sexueller Missbrauch, Schläge, Misshandlungen, Terror, Krieg, Vergewaltigung,     

Depressionen, Ängste, Schlafstörungen, Migräne, starke und schmerzhafte körperliche Beschwerden, hohe Schamgrenze, Suizidgedanken, Vereinsamung, Entfremdung jeglicher Kontakte


Kaufsucht = Angst vor Verlassen werden von Kindern, Ehepartner, Freunden, Familie, Kündigung bei Arbeitgebern, Ignoranz des näheren Umfelds, Nachbarn usw. Isoliert werden, Ausgrenzung der Familie, Schweigen auf allen Ebenen, Schuldzuweisungen. Bedrohung durch Gläubiger. Einweisung in Psychiatrie oder Forensik, Gefängnis, Gefängnisstrafen, durch Unterbringung oder Gefängnisstrafen Entzug der Familie, die Ablehnung im Bereich von Hilfe suchen, Unverständnis der Justiz, hohes Schamgefühl, Migräne, Entzugserscheinungen wie Zittern, Erbrechen, Schwitzen, starke innere Kämpfe, sich selbst martern und anfeinden, Selbsthass, Haarausfall, Aggressiv, sich nicht öffnen können. Nur noch im Bett liegen, keine klaren Gedanken mehr fassen können, Werteverlust gegenüber Geld und allen was man kauft. 

Verlust des Selbstwert und Selbstvertrauen in allen Bereichen, Essstörungen, Magersucht, Fresssucht.   

 


Kaufsucht = Gedanken, „Wenn ich gehe, geht es allen besser“ 


Kaufsucht = Dunkelziffer für Selbstmord, Suizide, erweiterter Suizid


Kaufsucht = Leider wird das Thema mit allen seinen Nebenwirkungen immer noch als Schwäche angesehen. Asozial, Geldverschwender. Lügner, Betrüger, 

Unterschlagung, gewerbsmäßiger Betrug. Es wird in alle möglichen Themen gesteckt, weil sich auch immer noch, vieleTherapeuten, Ärzte, Kliniken, Rechtsanwälte, Richter, Gutachter, Bewährungshelfer, dem Thema nicht annehmen wollen. 

Wartezeiten bei Therapeuten oft bis zu 2 Jahren.

Es wird oft noch, als eine Gefühlsduselei oder als Absicht oder Berechnung hingestellt und in die o.g. Themen gesteckt. Die Folge, der Wiederholung ist für viele das Gericht. Die Anklagen, Strafen, die bei jeder Wiederholung gesprochenen Strafurteile werden immer höher, bis hin zu Gefängnis oder Einweisung in die forensische Psychiatrie, Landeskrankenhäuser. Die Strafen werden oft von Betroffenen angenommen, weil jeder Angst hat, vor Gutachtern, die sich sehr selten, mit diesem Thema auskennen oder sich dem  annehmen wollen, als Lügner und Betrüger hingestellt werden.  Niemand nimmt sich diesen Betroffenen an, weil es auch da, keine Hilfe oder Therapien für die Kaufsucht gibt. Es gibt Auflagen vom Gericht, die natürlich jeder, sofort annehmen möchte, aber wohin???? !!!!!  

Es gibt kaum Ärzte, Therapeuten, Kliniken oder Selbsthilfegruppen, die diese Anzahl von Betroffenen aufnehmen kann. Zurzeit gibt es mindestens 1 Million Kaufsüchtige, nur in Deutschland. Die Dunkelziffer ist für mich, nach vielen Gesprächen in den letzten 14 Jahren viel viel höher. Die Gefahr von Selbstmord, Suizid ist auf alle Fälle da,  und auch hier gibt es bis dato keine benannte Zahlen, weil diese SUCHT, von Betroffenen und Angehörigen, aus Scham, oft nicht beim Namen genannt wird. Es wird oft

nur von Schulden gesprochen, die der Betroffene, die Paare oder die

Familien haben. Kaufsucht als Krankheit wird oft nicht benannt.


   

In den letzten 5 Jahren tut sich auf diesem Gebiet etwas, aber immer noch nicht genug!!!!!  

Es gibt einige wenige Gruppen in Deutschland, wenige Kliniken, wenige Therapeuten, wenige Rechtsanwälte usw. deshalb mahne ich, inständige und immer immer wieder, auch wenn das Thema der Kaufsucht noch nicht anerkannt ist...

Es muss, in Hinsicht der Kaufsucht völlig umgedacht werden, denn
diese Sucht, geht durch ALLE Gesellschaftsschichten.
Wir müssen mit diesem Thema offener umgehen. Vor allem, auch mit den genannten Nebenwirkungen.Wir sind keine schwachen Menschen, aber wir haben durch diese Sucht unser Selbstwert und Selbstvertrauen ganz und gar verloren. Wir werden nicht ernstgenommen, was schlimme Konsequenzen hat. Betreffend der Familie, Freunde, Arbeitgeber. Wir werden beschimpft als „die Versager“ und keiner kann uns helfen, weil es nichts oder wenig gibt. Nicht jeder hat die Kraft, das alles durchzustehen, denn das Schweigen, macht jeden von uns kaputt.

Ich bitte hiermit, Alle, die es lesen, sich mehr mit dem Thema zu beschäftigen. Mehr auf die Betroffenen zugehen und einzugehen, keine Vorwürfe machen, nicht anklagen, nicht gleich verlassen, sondern einfach mal fragen, warum und weswegen wir in diesen Strudel geraten sind. Niemand sucht sich diese Sucht aus Jux und Dollerei aus. Niemand will laufend vor dem Gericht stehen, härter bestraft werden als Massenmörder, bloß weil es als Serientaten eingestuft wird, oder ich selbst „Gefährlich für die Allgemeinheit“ sein soll. Solange es so hingestellt wird, wird niemand den Mut haben, offen darüber zu sprechen. Wir sind unsere eigenen Zeugen, nur wir können erklären, warum es so ist, wie es ist. Denn es ist eine eigenständige Krankheit für mich, mit all ihren Nebenwirkungen und Ausmaßen. „Die Sucht macht mich so wie ich bin, die Sucht will das, dass ich es tue.“

Bei Vorträgen in Schulen, Seniorenheimen, MHH, Kliniken, Veranstaltungen, in Workshops, eigentlich egal wo, stoße ich auf riesiges

Interesse und es wäre für mich wünschenswert, wenn sich das Thema

KONSUM und die Sucht/Krankheit mehr in den Schulen als wichtiges

Unterrichtsfach verbreitet.

siehe Westermann Verlag Deutsch, die das Thema aufgenommen haben.

Ohne das Vertrauen der Gruppe, das Sprechen darüber, das Zuhören der Gruppe und in der Gruppe, hätte ich es bis heute und hierhin nicht geschafft.




 

IM LAUFE DER NÄCHSTEN WOCHEN WERDEN DIE VERSCHIEDENEN GESCHICHTEN AUF DER HOMEPAGE

ERNEUERT UND ERGÄNZT UND AUF DEN NEUESTEN

STAND GEBRACHT.

DANKE FÜR IHR VERSTÄNDNIS                  OKTOBER 2016